Momente-Studium

Schöne Momente im Studium

Studieren – Anspannung oder Entspannung?

Es ist beides gleichermaßen, so man es und vor allem sich ernst nimmt.
Wer die Chance hat und auch den inneren Drang verspürt, zu studieren, sollte es unbedingt tun. Es ist nicht nur eine Zeit, ein Zeitraum, sondern eine prägende Epoche im Leben.
Sich spezielles Fachwissen aneignen, seinen Horizont erweitern, sich auf einem speziellen Gebiet für anspruchsvolle Aufgaben im Leben vorbereiten und immer wieder sich testen, seine Potentiale ausspielen – das ist der wahre Sinn eines Studiums. Dabei sind Richtung, Vertiefung und der mögliche Abschluss – ein Titel eingeschlossen – nicht allein das ausschlaggebende Ziel. Wichtig und wertvoll sind die gewonnenen (Er-) Kenntnisse, die Erfahrungen sowie die Kontakte, von denen sicher einige das weitere Leben prägen und vielleicht auch die berufliche und soziale Entwicklung maßgeblich bestimmen werden.

Allerdings ist ein Studium auch eine „Teststrecke für das eigene Ich“. Es gibt Tiefen, Härten und Entbehrungen, wie im Leben außerhalb dieses besonderen Ausbildungsabschnittes auch.
Diese zu bestehen, sich und anderen zu zeigen; zu beweisen, dass man es und noch mehr kann, sind anspruchsvolle Herausforderungen auf dem eigenen Lebensweg. Aber gerade das ist die Besonderheit, deren Bewältigung immer wieder zu Höchstleistungen anspornt und ein tiefes Glücksgefühl mit sich bringt.
Es sind die vielen schönen Momente im Studium, welche zeitweise Härten und Entbehrungen ausgleichen; Stolz und Zufriedenheit erzeugen und damit immer wieder die Kraft für das erfolgreiche Bestehen dieses Lebensabschnittes hervorbringen.

Studieren ohne schöne Momente ist wie ein ungewürztes Essen – kaum zu genießen.
Ein Grund, die Einheit von Studium und Leben in der, eine Persönlichkeit prägenden Etappe des eigenen Lebens ernst und zugleich entspannt zu nehmen. Das rechte Maß und der richtige Zeitpunkt sind es, welche dabei die Tiefe des Glücksgefühls bestimmen.

Was sind wirklich schöne Momente?

Vorher

Sich für ein Studium zu entscheiden ist, wenn auch meist noch verdeckt, schon ein schöner Moment in der eigenen Lebens – besonders der Ausbildungsorientierung.Eigentlich das erste, herausragende Glücksmoment ist die positive Zulassung zum Studium.
Mit dem schriftlichen Zulassungsbescheid für die gewünschte Studienrichtung, den ersehnten Studienbeginn, möglichst noch die Traumausbildungsstätte in einem faszinierenden Ort,ist die erste wirkliche Hürde genommen; Grund zur ungetrübten, wenn auch zeitlich begrenzten Freude.

Ein zweiter schöner Moment erfüllt sich, wenn es gelungen ist, eine „Studentenbude“ in der Nähe der Hochschule zu ergattern; geräumig, freundlich und bezahlbar. Auch eine entsprechende WG mit Gleichgesinnten ist eine akzeptable Lösung.
Studieren ist ein, nicht ganz preiswertes „Ausbildungsvergnügen“. Hierzu bedarf es ständig ausreichend verfügbarer Mittel – vor allem finanzieller. Nicht immer ist dazu die Familie bereit oder in der Lage. Also ist Eigenständigkeit auch in dieser Frage ein wichtiger Punkt der Zufriedenheit. Die positive Zusage für eine Studienunterstützung – im günstigen Falle ein nicht rückzahlbares Stipendium, aber auch ein Bafög – ist daher ebenso ein Glücksumstand, der als besonders schöner Moment eingestuft werden kann.

Im Verlaufe

Das Studium beginnt.
Die Organisation wird langsam durch – und überschaubar; der Tagesablauf zur Gewohnheit. Schrittweise kehrt der Studienalltag ein. Aber Achtung, es gibt eine Vielzahl unkalkulierbarer Anforderungen, Fallen und Ungereimtheiten.
Die Teilnahme an den Vorlesungen und Seminaren ist notwendig, wenn nicht zwingend vorgeschrieben. Dies wollen die meisten Kommilitonen auch, um möglichst in der Regelstudienzeit zum erfolgreichen Abschluss zu kommen.
Hier tut sich die nächste Möglichkeit für Glücksmomente auf: rechtzeitig einen Platz in den z.T. überfüllten Hörsälen und Seminarräumen zu bekommen, um sich auf das Thema, die Inhalte und möglicherweise auch auf die neuen „Nachbarn“ einzustellen; das eigene Studentenleben zu erleben und zu gestalten.
Gerade die ersten Zeiten sind für das Studium und seine Beherrschung bis zum Ziel von besonderer Bedeutung. Dabei kommt es auf die eigene Einstellung zum Studium und seine Bedingungen an. Studieren heißt, das Lernen zu lernen. Auf allen Ebenen und vor allem auch im täglichen Miteinander; die vielen kleinen Anforderungen eingeschlossen. Das Erlernen der Elemente von An – und Entspannung gehört dabei ganz oben auf die Skala der Aktivitäten.
Schöne Momente gilt es immer wieder selbst zu gestalten und motivierend in das tägliche
Studienprozedere einzubinden.

Ein wichtiger Entspannungsmoment ist nun die Zulassung und besonders die Teilnahme an den obligatorischen Prüfungen; ob Klausuren oder mündlichen Befragungen.
Sie erfolgreich zu bestehen, sichert nicht nur den Verbleib im Studium, sondern zunehmend auch den Eintritt in das „wahre Studentenleben“; schafft die dafür notwendige Zeit, Ruhe und Möglichkeit.
Damit verbunden sind nicht nur die verschiedenen „Stärketests“, sondern auch die Integration in die „Studentendische Gemeinschaft“. Im Team aufgenommen zu werden, zu wachsen und vielleicht auch zum „Alphatier“ aufzusteigen – was für anregende Aussichten.
Von den Chancen für intensive, zwischenmenschliche Beziehungen oder gar dauerhafte Verbindungen für die Zeit nach dem Studium ganz abgesehen.
Prägend für das weitere Studium sowie auch das anschließende Leben ist die Teamfähigkeit und die Teambildung – temporär; ganz besonders aber im Einzelfall auch auf Dauer. Kontakte entstehen im Miteinander – Reden – Studieren – Feiern und natürlich auch beim Lösen von konkreten Aufgaben. Was für eine wohltuende Erfahrung, mit dabei oder gar an der Spitze zu sein; Zuzuhören oder Mitzureden.

Das Studieren findet heute nicht mehr nur in einem Hause, einer Einrichtung, an einem Ort und ein einer homogenen Zeitschiene statt. Praktika, Komplexaufgaben und Auslandsaufenthalte runden das Bild eines Studenten ab; geben ihm zusätzliche Ein – und Ausblicke; prägen seine Persönlichkeit.
Damit wird das Studium nicht nur zur quälenden Pflicht, sondern schließt Zeiten entspannender Kür ein, die diesen Lebensabschnitt zunehmend anspruchvoll und damit freudvoll ergänzen.

Die Studienzeit schließt bestimmte Etappen ein, die mit Ergebnissen enden. Sie positiv bestanden zu haben, sichert nicht nur das Weiterkommen, sondern bringt einen dem wahren Ziel immer ein Stück näher: erfolgreicher Abschluss mit Titel und Ehren.
Was für ein beglückendes Gefühl, diese Hürden genommen zu haben und für die Abschlussprüfungen zugelassen zu sein – endlich ein Student mit eigenem Standing zu sein; erhaben über die nachfolgenden Neulinge auf dem ausgetretenen Studienpfad.
So man dazu noch etwas sozialer eingestellt ist und durch klar strukturiertes Studienmanagement auch ein wenig Zeit übrig hat, bietet sich eine Unterstützung für den Studienbetrieb als Assistent oder in der Hilfestellung für bedürftige Jungstudenten an. Hier ist zusätzlich intensiv die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu testen, Erfahrungen weiter zu geben und zugleich sein Potential an Zufriedenheit zu erweitern – vielleicht auch noch ein wenig die Studienkasse aufzubessern.

Mit den Abschlussprüfungen und ersten Kontakten in das spätere, berufliche Tätigkeitsfeld ist ein entscheidender Abschnitt im Studium erreicht, der die Chancen für ein entspanntes Glücksgefühl ungemein erhöht. Vorausgesetzt, man geht diese Hürden mit guter Kondition, dem notwendigen Erfahrungspotential und einer stabilen, inneren Gelassenheit an.
Hier kommt es in erster Linie auf die eigene Persönlichkeit und das nötige Selbstvertrauen an; lächelnde Ernsthaftigkeit eingeschlossen.
Das Feiern der bestandenen Prüfungen; die erfolgreiche Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt und möglicherweise auch eine partnerschaftliche Verbindung sind Erfolge, die diesen wichtigen Lebens – und Ausbildungsabschnitt krönen. Was für ein hohes Glücksgefühl, diese Aufgabe mit Bravur gemeistert zu haben und entspannt in die Zukunft blicken zu können – vergleichbar der Zulassung zum Studium – nur auf einer wesentlich höheren, verbindlicheren Ebene.
Es sind also so unendlich viele schöne Momente, die ein Studium prägen – als wichtige, Erfahrungs – und letztlich auch Erfolgsfaktoren.

Danach

Damit ist das wahre Studentenleben aus der Sicht der bestandenen Abschlussprüfung und der Erlangung eines respektablen Titels eigentlich eine Aneinanderreihung unvergesslicher Glücksmomente. Sie zu erleben, ist ein Gefühl, das man sich unbedingt selber erschließen muss; unabhängig davon, dass dieser Lebensabschnitt endlich ist und der Eintritt in das Berufsleben auch wieder viele neue Möglichkeiten für schöne Momente bietet.

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