Zwischen Studium, Karriere und Familie

 Duales Studium mit und trotz Familie meistern
Hier werden Organisationstalente gefragt die zudem auch noch kreativ und flexibel sein können und ganz klar Prioritäten setzen. Also nichts für schwache Nerven.Durch Duale Studiengänge wird einem auf dem Lebensweg so manch eine neue Chance zuteil , die eine ganz besondere Herausforderung darstellt. Vor allem wenn man auch noch eine Familie hat, welche geliebt und ernährt werden will, ist es wichtig alles bis ins kleinste Detail durchzuorganisieren. Ohne jede Frage kann die Familie auch ein unterstützendes Element während des Studiums sein. Ungeplante Schwangerschaften sind da eine ganz andere Sache die schon so manchen Studentinnen und Studenten einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, denn viele angehende Eltern fühlen sich in so einer Situation verständlicherweise völlig überfordert und haben das Gefühl sich für das Eine oder das Andere entscheiden zu müssen. Das man auch beides unter einen Hut bekommen kann ohne selbst dabei unterzugehen, vor allem wenn man zu zweit am gleichen Strang zieht, soll dieser Artikel erläutern.

Leistung und Verantwortung
Es wird immer noch oft fälschlicherweise vom Dualen Studium geredet als würde dort ein doppelter Einsatz vom Studenten vorausgesetzt. Im Grunde handelt es sich einfach nur um eine große Menge an Lernstoff die in Theorie- und Praxisblöcke unterteilt, erlernt wird. Durch diese Aufteilung fällt so manchem das lernen leichter und man gewinnt auch noch wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt. Es gibt zudem verschiedene Varianten des dualen Studiums in denen die Schwerpunkte sich sehr unterschiedlich verteilen. Es besteht also beispielsweise die Möglichkeit ausbildungs- oder berufsbegleitend zu studieren. Die Studienordnung der zugehörigen Fachrichtung entscheidet dabei über Zeitpunkt, Art und Dauer der Praxiseinheiten. Auch Bachelor- und Masterstudiengänge erfordern eine regelmäßige Anwesenheit und so kann man bei einem dualen Studium keineswegs von einer zusätzlichen Belastung reden. Der zeitliche Aufwand ist der gleiche, nur der Hörsaal verwandelt sich in ein Unternehmen. Das man als angehende Mutter eventuell mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, und dass auch ältere Kinder mal krank werden können, steht außer Frage, aber das Szenario ist genau das Gleiche wenn man Familie und Beruf miteinander vereint. Ein zuverlässiger Babysitter oder Großeltern die in der Nähe wohnen, stellen also eine wertvolle nicht zu verachtenden Hilfestellung dar. Was beim Ernstfall passiert und auf was für Hilfe man sich verlassen kann, darüber sollte man sich weitestgehend schon vor Beginn des Studiums informieren.Wertvolle Tipps für den Hochschulalltag
Betreuungsmöglichkeiten müssen also lange im voraus geplant werden und nicht erst eine Woche bevor der Unterricht beginnt. Zeitmanagement spielt eine wichtige Rolle und es gibt viele Beratungsstellen die gerne zu diesem Thema eine Hilfestellung anbieten. Diese sind meistens an den Hochschulen selbst zu finden. Alltägliche Anforderungen müssen schnell und sicher bewältigt werden und Freiräume optimal genutzt werden. Am allerwichtigsten aber bleiben die Entspannungsmomente die auf jeden Fall auf der TO-DO-Liste stehen sollte. Nur so kann auch der Alltag mit der Familie weiterhin in vollen Zügen genossen werden. Wer seine eigene Schmerzgrenze kennt, weiß wann er rechtzeitig entschleunigen muss. Kein Mensch ist eine Maschine und niemand kann verlangen, dass man dementsprechend auch ständig ”funktioniert” ohne Pausen einzulegen. Urlaubssemester sind da eine attraktive Gelegenheit, um sich genau so eine Auszeit zu nehmen. Man sollte davon ausgehen, dass ein duales Studium mit Familie länger dauert als es die Regelstudienzeit voraussetzt. Und wer doch wieder Angst um die verlorene Zeit bekommt, kann sich über Fernstudien informieren über die gewisse Studien-Einheiten absolviert werden können. Dank der Online-Medien ist dies heutzutage absolut machbar.Gemeinsam stark
Allein wird man so eine Zeit sicher auch nicht überstehen. Wenn man also nicht auf den moralischen Beistand der eigenen Familie zählen kann, sollte man sich diese bei Freunden holen. Das Sozialleben sollte unter gar keinen Umständen ganz zum Erliegen kommen. So kann ein gesunder Ausgleich zu den Problemen des Alltags geschaffen werden.
Leben die Tanten, Onkel und Großeltern doch ganz wo anders, kann man sich an private oder staatliche Anlaufstellen wenden die einem tatkräftig beistehen und einem nie das Gefühl geben allein gelassen zu werden.

Hilfe für junge Mütter
Egal ob es sich um Formalitäten oder einfach um psychologischen Beistand handelt, die Beratungsstellen in den Hochschulen bieten einen Anlaufpunkt für alle Anforderungen denen man sich als junge studierende Mutter ausgesetzt sieht. Tabu ist das Thema des Studiums mit Familie nämlich schon lange nicht mehr. In immer mehr Hochschulen werden sogar vor Ort Betreuungmöglichkeiten angeboten, die sich besonders in der Stillphase als durchaus hilfreich herausstellen. Außerdem trifft man dort immer auf Menschen mit ähnlichen Problemen und kann sich austauschen. Diese Programme sind zum Teil ganz kostenlos oder aber sehr günstig. Selbst spontane Betreuungen in Notsituationen sind für diese Anlaufstellen kein Problem.
Finanziell hilft der Staat jungen Müttern nach einer Beantragung über die man sich beim Jugendamt der jeweiligen Stadt erkundigen kann. Für diejenigen die es nicht schaffen einen zusätzlichen Nebenjob auszuüben, werden die Kosten ganz übernommen. Neben dem Kindergarten kann so zu Beispiel auch eine Tagespflege beantragt werden, um auch keine Seminare verpassen zu müssen.
Während der Praxisphase des Studiums lassen sich Betreuungsstätten in der Nähe des Unternehmens finden. Auch hier können die Kosten bei Beantragung übernommen werden.
Es gibt für jede Situation die geeignete Lösungsmöglichkeit: Dafür sorgen unzählige Ansprechpartner und Gleichstellungsbeauftragte die in Betrieben und im universitären Bereich tätig sind.

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